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Fasse Mut!

  • Autorenbild: Mirjam Huber
    Mirjam Huber
  • vor 12 Minuten
  • 3 Min. Lesezeit

Wie oft urteile ich über andere, ohne mehr über sie oder die Hintergründe zu wissen! Wie oft bilde ich mir mein eigenes Urteil und ziehe voreilige Schlüsse über den Glauben einer anderen Person, obwohl ich sie und ihre Umstände gar nicht kenne? Ich lese gerade das Buch Hiob. Ich habe es in letzter Zeit ein paar Mal gelesen. Es hat mir immer wieder Mut gemacht, trotz Sorgen und Nöten auf das Eingreifen Gottes zu warten. Hiob hat unsäglich gelitten; ihm wurde fast alles genommen: seine Kinder, seine Knechte, sein ganzer Besitz (er war ein sehr reicher Mann), seine Gesundheit und seine Würde. Hiob war ein treuer Gottesmann. Gott sagt selbst über ihn: „Er ist der beste Mensch, der auf der Erde lebt – er ist rechtschaffen, aufrichtig, gottesfürchtig und verabscheut das Böse.” (Hiob 1,8) Ein Vorbild für uns alle. Seine Freunde haben am Anfang mit ihm gelitten und ihn getröstet. Aber schon sehr bald haben sie seine Unschuld infrage gestellt, ihn sogar ganz derb beschuldigt und hart mit ihm ins Gericht gegangen. Hiob wurde maßlos von seinen Freunden enttäuscht. Das hat ihn sehr getroffen. Doch Hiob ist uns ein großes Vorbild, denn trotz aller Enttäuschung konnte er für seine Freunde einstehen.


Als Hiob für seine Freunde betete, da wendete der HERR für ihn alles zum Guten. Er gab ihm doppelt so viel, wie er früher besessen hatte. Hiob 42,10.


Gott segnete Hiob am Ende unglaublich. Er gab Hiobs Schicksal eine neue Wendung und schenkte ihm doppelt so viel, wie er früher besessen hatte. Hiob starb als alter Mann nach einem langen und erfüllten Leben. Was für ein Happy End!


Lies doch die ganze Geschichte einmal nach, vor allem, wenn du gerade leidest und keine Besserung siehst. Dieses Buch wird dich stärken und ermutigen. Aber auch wenn es dir aktuell gut geht, kann dich Hiobs Geschichte ermutigen. Das Buch Hiob zeigt mir noch etwas anderes: Oft verhalte ich mich nicht anders als Hiobs Freunde. Ich urteile oft unüberlegt und zu vorschnell. Gott hat in seiner Gnade schon mehrmals eingegriffen und meinen Blick verändert, indem er mir seine Sichtweise ein Stück weit geöffnet hat. Wie oft haben sich meine Vorurteile in Luft aufgelöst, wenn ich die Gelegenheit bekam, mich mit der betreffenden Person persönlich zu unterhalten und ihren Standpunkt zu erfahren! Wie oft wurde ich schon beschämt, bin mit Gott ins Gebet gegangen, habe meine falschen Schlüsse widerrufen und Gott um Vergebung gebeten! Trotz meiner Reue durfte ich oft eine positive Begleiterscheinung erleben. Ich konnte die Sichtweise dieser Person besser verstehen und dadurch auch von Herzen für sie beten und ihre Last mittragen.


Wir dürfen wissen, dass Gott uns hilft. Er kennt uns und weiß, wie zerbrechlich wir sind. Das wird in Psalm 103,14 deutlich: Er weiß, was für Geschöpfe wir sind; er kennt uns doch: Wir sind nur Staub!


Wir sind jeden Tag auf seine Gnade angewiesen. Jede Situation, der wir manchmal ohnmächtig gegenüberstehen, können wir Gott hinlegen. Auch dann, wenn wir kläglich versagt haben. Seine Gnade hilft uns, unseren Blick nicht auf uns und unsere Schwachheiten, sondern auf Jesus, unseren vollkommenen Hohen Priester, zu richten.


Da wir nun einen großen Hohen Priester haben, der durch den Himmel gegangen ist – Jesus, den Sohn Gottes –, wollen wir an unserem Bekenntnis zu ihm festhalten. Hebräer 4,14.


Er hat am Kreuz mit seinem Leben bezahlt. Er hat unsere Schwachheiten auf sich genommen. Daher dürfen wir mit unseren Schwachheiten zu ihm kommen und ihn um Hilfe bitten.


Lasst uns deshalb zuversichtlich vor den Thron unseres gnädigen Gottes treten. Dort werden wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden, die uns helfen wird, wenn wir sie brauchen.

Hebräer 4,16

 
 
 

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